Eine dauerhafte Behandlung eines Bruches läßt sich ausschließlich durch eine Operation erzielen. Der Bauchdeckenbruch stellt unabhängig vom Alter des Patienten generell eine Indikation zu einer operativen Behandlung dar.

Eine absolute Operationsindikation innerhalb von 4 Stunden besteht bei einer Brucheinklemmung.

Eine relative Operationsindikation liegt bei allen Bruchformen ohne Einklemmung vor unter Berücksichtigung der Beschwerden und dem kalkulierbaren Risiko einer Bruchkomplikation.

Bei einem Rezidivbruch ist eine Operation in jedem Fall angeraten, da mit abwartendem Verhalten das Risiko einer Brucheinklemmung ansteigt. Und bei einer eingetretenen Brucheinklemmung beträgt die Sterblichkeitsrate ca. 10%.

Absolute Gegenanzeigen zu einer Operation sind u.a. ausgeprägte Herzschwäche, nicht therapierbare Gerinnungsstörungen, Bauchwasseransammlung infolge Tumorleiden oder Leberzirrhose.

Relative Gegenanzeigen stellen dar: sehr schlechter Allgemeinzustand, schwere Zweiterkrankung, hochgradige Fettleibigkeit und Tumorleiden.

Konservative Therapie

Alternative zur Bruch-Operation: Das Tragen eines Bruchbandes kann den Austritt eines Bruches vorübergehend verhindern, eine Einklemmung aber sicher nicht verhüten. Die Bruchbandbehandlung kann nur in seltenen Fällen (Ablehnung einer Operation oder bei höchsten Operationsrisiko) vertretbar sein. Bei Vorliegen eines irreponiblen Bruches ist ein Bruchband nicht angezeigt.