Diagnose von Hämorrhoiden

Die Diagnose wird aufgrund der Anamnese und des klinischen Befundes gestellt. Die klinische Untersuchung beinhaltet die Enddarmuntersuchung mit dem Finger, die Spiegelung des Afterkanals (Proktoskopie) unter Pressversuch und Spiegelung des Enddarmes (Rektoskopie) sowie eine transrektalen Ultraschalluntersuchung (Proktosonographie). Ergänzt wird die proktologische Untersuchung durch eine Spiegelung des gesamten Dickdarmes (Koloskopie) wenn Risiken für einen bösartigen Dickdarmtumor vorliegen und wenn eine eindeutige Blutungsquelle im Afterbereich nicht gefunden werden kann.

Eine Untersuchung des Verschlussdruckes des Afters (Manometrie) empfehlen wir, wenn Entleerungsstörungen und Stuhlhaltestörungen (Inkontinenz) vom Patienten angegeben werden.

Differenzialdiagnose

Die Diagnose eines Hämorrhoidalleidens sollte von anderen Erkrankungen der Afterregion abgegrenzt werden:

  • Marisken: läppchenartige Hautfalten
  • Rektumprolaps: Ausstülpung des Dickdarmes
  • Fissuren: Schleimhauteinrisse
  • Polypen: gutartige Tumore
  • Karzinome: bösartige Tumore