Gebärmutterhalskrebs-Vorsorge
Vorsorge-Abstrich - moderne Technik
Im täglichen Sprachgebrauch wird leider der zu unrecht Angst auslösende Ausdruck Krebsabstrich häufig angewandt. Das Ziel der Krebsvorsorge ist jedoch die Früherkennung (Prävention) von Zellveränderungen an Muttermund und Gebärmutterhals. Wir führen seit Jahren konsequent die Entnahmemethode der Dünnschichtzytologie in diesem Zusammenhang durch. Von der Abstrichentnahme bemerken Sie genauso wenig, wie bei der bisherigen Methode mit dem Watteträger.
Die Dünnschichtzytolgie ist die erste entscheidende technische Verbesserung der Zytologie. Die Zytologie ist die Lehre der Untersuchung von Zellen des Körpers zur Erkennung von Krankheiten. Sie ist ein Ergebnis der Bemühungen der 70er Jahre, die Zytologie zu automatisieren. Damals scheiterten die Computer an der komplexen Bildwelt der Zellen des Gebärmutterhalses. Das Prinzip der Dünnschichtzytologie beruht darauf, nach sofortiger optimaler Fixierung einen randomisierten, kontrollierten Transfer einer repräsentativen Auswahl der Zellen zu gewährleisten. Um ein gut auswertbares Präparat zu erhalten, ist auch bei der Dünnschichtzytologie unabdingbare Voraussetzung, dass der Abstrich unter Sicht optimal entnommen wurde, da es sich um ein so genanntes morphologisches Verfahren handelt.
Mittlerweile sind fast 180 Studien weltweit in entsprechenden Zeitschriften zur Methodik der Dünnschichtzytologie erschienen. Fast ausnahmslos bestätigte sich die höhere Sensitivität der Dünnschichtzytologie im Rahmen der Krebsvorsorge-Untersuchung zur Entdeckung von frühsten Zellveränderungen am Muttermund und Gebärmutterhals. Mit einer zeitlichen Verzögerung von 3 bis 4 Jahren nach Anstieg des Anteil von Dünnschichtzytologie statt des bisherigen normalen Pap-Abstrichs, sank in den USA die Erkrankungsrate um bis zu 30%.
Zusammenfassend darf man es so formulieren: "Das Bessere ist des Guten Feind."
Themen:
|