Die klassische Operation besteht aus 4 Anteilen

  • Unterbindung der Einmündung in der Leiste (Crossektomie)
  • stadiengerechte Entfernung der Stammvene (Stripping)
  • Entfernung der Seitenäste
  • Unterbindung von krankhaften Verbindungsvenen (Perforansvenen)

Bei diesem heute noch häufigsten Operationsverfahren wird die erweiterte Stammvene am Ober- und Unterschenkel nach Unterbindung der Verbindungsstelle zum tiefen Venensystem an der Leiste oder Kniekehle (Crossektomie) gezogen (Stripping). Wir verwenden zur Entfernung der Vene ein spezielles Verfahren bei dem die Vene nach innen gezogen wird (Invaginationsstripping). Hierdurch entsteht ein kleines Wundbett mit der Folge einer geringeren Blutergußbildung und weniger Schmerzen. Über kleine zusätzliche Stiche werden die Seitenäste entfernt (Miniphlebektomie).

Varizen-Stripping

Der Eingriff wird in Allgemeinnarkose oder rückenmarksnahe Schmerzausschaltung (Peridural- oder Spinalanästhesie) oder auch in einer erweiterten örtlichen Betäubung (Tumescenzanästhesie) durchgeführt. Nach der Operation wird in der Regel ein mehrlagiger Kompressionsverband für 5-7 Tage angelegt und anschließend ein Kompressionsstrumpf der Klasse 2 für 4-6 Wochen getragen.

Intraoperative Komplikationen wie Verletzung großer Venen und Arterien sind sehr selten.
Perioperative Komplikationen ereignen sich nach wenigen Operationen – tiefe Venenthrombosen, Wundentzündungen
Rezidive werden in bis zu 50% > 5 Jahren angegeben.
 Nachteile der klassischen Varizenoperation sind:
– Stärkere Schmerzen in den ersten postoperativen Tagen im Bereich der Leistenwunde und im Bereich der   Wundkanäle im Bereich der Ober- und Unterschenkel
– Längere postoperative Kompressionsbehandlung bis zu 6 Wochen.
Von Vorteil ist 100% Ausschaltung des krankhaften venösen Blutflusses (Privatkreislauf).

Modifikationen der klassischen Varizenoperation sind

Diese Modifikationen haben auf die Ergebnisse keinen wesentlichen Einfluss.