Laserbehandlung von Besenreisern

Die Wirkungsweise des Lasers besteht in einer Absorption des Laserlichtes durch Farbpigmente des Blutes, hauptsächlich durch die roten Blutkörperchen, mit der Folge einer Erhitzung des Blutes und Verpuffung mit Schädigung der Gefäßwand und deren Verklebung.

Im RMMC wird ein hochmoderner Laser -langegepulster Nd:YAG-Laser– eingesetzt, der aus der Kombination von zwei sich ergänzenden Wellenlängen von 750 nm (Alexandrit) und 1064 nm (Nd:YAG) besteht. Sowohl die Pulszeit als auch die Laserenergie können variabel eingestellt werden.

Der im RMMC eingesetzte langgepulste Nd:YAG-Laser eignet sich zur Behandlung von oberflächlichen, bis zu 1 mm großen Besenreisern. Je tiefer und größer die zu behandelnden kleine Gefäße sind, desto höher muss die Laserenergie pro Fläche sein und die Pausen zwischen den Pulsen vergrößert werden.

Bei der ersten Behandlung der Besenreiser sollte die Einstellung des Lasers nicht zu hoch sein, um potentielle Nebenwirkungen zu vermeiden. Deshalb ist es erforderlich, weitere Behandlungen einzuplanen.

Bei jedem Patienten sollten die optimalen Behandlungsparameter so eingestellt werden um potentielle Nebenwirkungen zu vermeiden.

Der zeitliche Abstand zwischen zwei Behandlungen sollte etwa vier Wochen betragen.

Die äußere Hautschicht wird generell durch die Anwendungen des Nd:YAG-Lasers nicht geschädigt.

Terminverinbarung

Venenspezialist

Prof. Dr. med. habil. Lutz Lehmann

Facharzt für Phlebologie

 

Vorbehandlung

  • Eine Rasur der Beine und Vermeidung der Anwendung von Kosmetika wird empfohlen.
  • Vermeidung von Sonnenbräune.

Nachbehandlung

Direkt nach der Laserbehandlung ist eine lokale Kühlung sinnvoll. Eine Sonnenexposition sollte wegen möglicher Pigmentverschiebungen mit Abbleichen der Haut (Hypopigmentierung) oder bräunlicher Verfärbung (Hyperpigmentierung) vermieden werden.

Empfohlen wird die Anwendung eines Sonnenschutzmittels mit hoher Schutzstufe für acht Wochen nach der Laseranwendung.

Kontraindikation

  • Entzündliche Hauterkrankung
  • Beinschwellung

Mögliche Komplikationen

  • Pigmentverschiebung, Hypo- und/oder Hyperpigmentierung,
  • geringe lokale Schwellung (geht nach einem Tag zurück),
  • deutliches hervortreten der gelaserten Venen (bildet sich innerhalb von 4-6 Wochen zurück),
  • vorübergehender lokaler Juckreiz,
  • Entstehung von lokalen Krusten oder Narben (sehr selten).

Vorteile der Laserbehandlung

  • Weitgehend schmerzarm,
  • kein Kompressionsverband,
  • kein Kompressionsstrumpf,
  • keine Einschränkung für Baden, Schwimmen und Saunieren

Behandlungserfolg

Bei sachgerechter Anwendung liegt die Erfolgsquote bei 80-90 Prozent.