Laserhämorrhoidoplastie (LHP)

Mit dieser neuen operativen Behandlungsmethode können Hämorrdoidalknoten unter Verwendung eines Diodenlasers therapiert werden. Diese Methode beruht auf dem Prinzip der Verödung und folgender Schrumpfung des Hämorrhoidalgewebes.

Indikation

Diese Methode kann bei II. bis IV. gradigen Hämorrhoiden zur Anwendung kommen.

 

Methode

Das Prinzip des verwendeten Diodemlasers mit 1470nm ist das kontrollierte Verdampfen des Zellwassers und Reaktion der Kollagenfasern mit reaktiver  Schrumpfung des Hämorrhoidal-gewebes. Eingesetzt werden Lasersonden mit einer speziell entwickelten Radialfaser mit der die Hämorrhoiden von innen her bestrahlt werden.

Die Eindringtiefe des Laserstrahles beträgt 2mm in jeder Ausbreitungsrichtung und dringt nicht in die weitere Umgebung ein. Die Laserleistung kann nach Leistung, Dauer, Länge und Behandlungsintervall je nach Größe der Hämorrhoiden angepasst werden. Die spezielle Lasersonde soll nur zentral in den Hämorrhoidalknoten appliziert werden, deshalb ist es von Vorteil unter Einsatz einer Führungsnadel mit Ultraschallkontrolle vor zu gehen. Alternativ kann vom Analrand her über mehrere kleine Schnitte die Lasersonde in den Hämorrhoidenknoten vorgeschoben werden. Möglich ist auch die Kombination mit einer Hämorrhoidalarterienligatur (HAL) um die Blutzufuhr zur Hämorrhoide zu reduzieren.

 

Kompilationen

  • Intraoperative Blutung
  • Gewebsschwellung
  • Gewebsnekrosen
  • Perianale Thrombosebildung
  • Abszess- und Fistelbildung

 

Vorteile

  • Schnelle Operation
  • Geringe postoperative Schmerzen
  • Keine Schädigung des Schließmuskels
  • Keine Stenosebildung des Analkanals
  • Erhalt der Sensibilität des Analkanals

 

Ergebnisse

Nach Literaturangaben kann nach 6 Monaten bei bis zu 6% ein erneuter Hämorrhoidalprolaps auftreten.

Im Vergleich zur Radiofrequenztherapie (RFITTH) sind meist kleine Wunden am Analrand erforderlich.