Mikrosklerosierung von Besenreisern

Im RMMC stellen wir die Indikation zur Mikrosklerosierung bei größeren Besenreiser und zur Ausschaltung der sogenannten Nährvenen.

Bei der Mikrosklerosierungstherapie wird mit einer feinen Kanüle die Besenreiservene oder die zentrale Nährvene punktiert und ein Verödungsmittel in einer bestimmten Konzentration und Menge injiziert.

Mit der Anwendung einer Lupenbrille und eines speziellen Beleuchtungssystems (Veinlite) wird die Punktion der Besenreiser erleichtert.

Durch das Sklerosierungsmittel wird die Innenwand der Vene geschädigt und bewirkt eine Verklebung der Venenwand mit folgendem Umbau zu Bindegewebe.

Die Mikrosklerosierungstherapie ist schmerzarm und benötigt keine örtliche Betäubung.

Die einzelne Behandlung dauert in der Regel 10-15 Minuten. Je nach Ausdehnung der Besenreiser sind eine oder mehrere Behandlungen erforderlich.

Nachbehandlung

Nach der Sklerosierung sollte ein Kompressionsverband für mindestens drei Tage angelegt werden oder ein Kompressionsstrumpf der Klasse II getragen werden.

Empfohlen wird ein sofortiges ausgiebiges Gehen und Vermeidung von Sitzen und Stehen.

Nach der Sklerosierung sollte eine Sonnenexposition für 4-6 Wochen wegen einer eventuellen Braunfärbung vermieden werden.

Kontraindikation

  • Schwangerschaft
  • Beinschwellung
  • entzündliche Hauterkrankungen
  • Durchblutungsstörungen der Beine
  • Allergie auf Verödungsmittel
  • Blutgerinnungsstörung
  • Diabetes mellitus.

Mögliche Komplikationen

  • Kleine Hautschäden (Hautnekrose sehr selten 6 von 10.000 Patienten).
  • Allergische Reaktion auf Sklerosierungsmittel (sehr selten) und Kontaktallergie auf Pflaster.
  • Braunverfärbung der Haut (Hyperpigmentierung).
  • Kleine Venenentzündung (Thrombophlebitis).
  • Vorübergehende migräneartige Symptome (bei Migränedisposition).
  • Vorübergehende Sehstörung (Flimmerskotome), abhängig von der Menge des Sklerosierungsmittels.
  • Kleine bläuliche Hautverfärbung an der Einstichstelle, die sich zurückbildet.

Erfolgsaussichten

Eine Verbesserung kann in 80 bis 90 Prozent erreicht werden.

Der volle Behandlungserfolg kann sich erst nach sechs Monaten einstellen. Trotz korrekter Durchführung kann durch die Veranlagung zur Gefäßerweiterung und weiteren begünstigenden Faktoren ein Wiederauftreten nicht vermieden werden.

Terminvergabe

Venenspezialist

Prof. Dr. med. habil. Lutz Lehmann

Facharzt für Phlebologie