Nierensteine

Ursachen & Symptome von Nierensteinen

Nierensteine sind keine Seltenheit mehr. Heutzutage haben in Deutschland etwa 5% der Bevölkerung Harnsteine. Besonders Männer zwischen 35 und 65 Jahren sind sehr anfällig.

Ursachen von Nierensteinen

Nierensteine bilden sich durch die Kristallisierung von Stoffen im Urin. Daher ist die Konzentration steinbildener Stoffe im Urin die Hauptursache für Nierensteine.

Der Säuregehalt des Urins ist eine weitere Ursache für Steinbildung im Harntrakt. Bei einem zu hohen Säuregehalt im Urin entwickeln sich oft Harnsäuresteine, während ein zu hoher Säuregehalt zu phosphathaltige Nierensteinen führen kann.

Eine falsche Ernährung (zu viel Salz, Calcium und Eiweiß), Stoffwechselerkrankungen wie z. B. Hohe Mengen von Phosphat und Calcium im Blut und Bewegungsmangel können auch das Risiko erhören Nierensteinen zu bekommen.

Symptome von Nierensteinen

Die Symptome hängen stark von der Größe sowohl als auch der Lage der Nierensteine ab. Kleinere Steine werden oft unbemerkt von selbst durch den Urin ausgeschieden während größere Nierensteine die Wand des Harnleiters berühren und sogar darin stecken bleiben können. Dies kann zu starken Krämpfen oder wehen-artige, bleibende Schmerzen führen. Die Schmerzen ziehen sich meist an der Seite des Harnleiters entlang in den Unterbauch.

Wenn die Harnleiterwand durch einen größeren Nierenstein verletzt wird, kann es zu Blutungen kommen.

Behandlung von Nierensteinen

Kleine Nierensteine, die einen Durchmesser von einem halben Zentimeter oder weniger haben werden oft ohne Medikamente, Therapie oder einer Operation vom Patienten innerhalb eines Monats von selbst ausgeschieden. Es ist allerdings möglich, dass auch kleinere Nierensteine Schmerzen verursachen, wenn diese durch die Harnröhre wandern. In diesen Fällen kann Ihnen unser Urologe Dr. med Romitan entzündungshemmende Schmerzmittel verschreiben.

Bei über einen Zentimeter großen oder sehr schmerzhaften Steinen sollten diese entfernt werden. Vor allem, wenn die Schmerzen trotz Medikamenten oder Schmerzmitteln andauern, der Patient durch einer Harnwegsentzündung mit Fieber erkrankt oder die Harnwege sogar vollständig blockiert werden.

Wann ist eine OP nötig?

Harnsäuresteine sind durch Medikamente auflösbar, in diesem Fall sollte der Patient viel trinken damit die Niere mehr Urin produziert in der sich die Harnsäure dann auflöst.

Bei Nierensteinen, die einen Durchmesser von 2 Zentimetern oder weniger haben ist eine OP meistens überflüssig. Kleinere Steine können mit einer Stoßwellenbehandlung zertrümmert werden und diese gelangen dann durch die Harnröhre nach draußen.

Bei Nierensteinen, die größer als 2 Zentimeter sind muss allerdings eine kleine OP durchgeführt werden, offene Operationen sind heutzutage jedoch sehr selten. Normalerweise wird ein endoskopisches Verfahren durchgeführt.

Nierensteine entfernen

Ureterorenoskopie (URS): Bei der Ureterorenoskopie wird eine Nierenspiegelung durchgeführt, die dazu verwendeten Instrumente sind mit Lichtquelle und Kamera ausgestattet, sodass der ganze Harntrakt begutachtet werden kann. Nachdem der Stein aufgefunden wurde wird er mit extrem kleine Zangen und Körbchen entfernt. Falls ein Stein zu groß ist kann er zuerst mit einem kleinen Laser zerkleinert werden. Die Instrumente werden unter Vollnarkose durch die Harnröhre eingeführt und hinterlassen daher keine Narben.

Perkutane Nephrolitholapaxie (PXNL): Die perkutane Nephrolitholapaxie wird mittels eines Endoskops durchgeführt. Dabei werden die o.g. Instrumente durch einen kleinen perkutanen („durch die Haut“) Schnitt direkt ins Nierenbecken oder in die Hohlräume der Niere eingeführt.

Nierensteine zertrümmern

Extrakorporale Stoßwellenlithotripsie (ESWL): Die Nierensteine können durch Schallwellen von außen zertrümmert werden. In diesem Verfahren legt der Arzt eine Sonde auf der Haut auf, welche Schallwellen in die Niere sendet, um dort die Nierensteine in kleine Teile zu zertrümmern. Die dabei entstehenden Teile scheiden von selbst durch den Urin aus. Bei einer Harnwegsinfektion oder einer Schwangerschaft ist diese Methode nicht zu empfehlen.