Osteoporose-Prävention
durch Ernährung und Bewegung

Eine Prophylaxe für die Osteoporose sollte in möglichst jungen Jahren beginnen. Sie basiert insbesondere auf einer knochenfreundlichen Ernährung und körperlicher Aktivität. Schon im Kindes- und Jugendalter sollte regelmäßige sportliche Betätigung ein selbstverständlicher Bestandteil des täglichen Lebens sein. Bei älteren Menschen sollte auf eine individuell abgestimmte Sport- und Bewegungstherapie mit gezieltem Muskelaufbau geachtet werden. Bei Untrainierten sind schon durch geringe Belastung positive Effekte zu erzielen, jedoch sind die größten Knochenmassezuwächse insbesondere durch Gewichts- und Kraftbelastungen zu erwarten; hier haben sich insbesondere Spielsportarten bewährt. Bei schon eingetretener Osteoporose zielen die Bewegungsübungen nicht so sehr auf einen Zuwachs von Knochenmasse, sondern eher auf eine Besserung der Lebensqualität und einen Schutz vor weiteren Frakturen.

Über die Nahrung sollten etwa 1000 bis 1200 mg Kalzium pro Tag zugeführt werden. In Ausnahmesituationen, wie bei einer stillenden Frau, natürlich mehr. Die empfohlene Kalziumzufuhr ist durch eine ausgewogene Mischkost mit einem hohen Anteil an Milch bzw. Milchprodukten leicht zu erreichen. Kalzium und Phosphat sollten in der Nahrung im Verhältnis 1:1 vorhanden sein. Für eine ausreichende Vitamin-D-Versorgung sollte nicht nur über die Ernährung, sondern auch durch möglichst häufigen Aufenthalt im Freien gesorgt werden. Untergewicht geht mit einem erhöhten Osteoporose-Risiko einher.