Therapie der postmenopausalen Osteoporose

Die Therapie der Osteoporosen richtet sich nach einfachen Grundsätzen. Liegt eine Osteoporose mit hohem Knochenumsatz vor, sollte dieser Umsatz zunächst gebremst werden. Hierzu dienen Bisphosphonate, das Raloxifen und in seltenen Fällen ein Calcitonin. Ist der hohe Knochenumsatz gebremst oder liegt von Anfang an eine Osteoporose mit niedrigem Knochenumsatz vor, sollte ein knochenanaboles Kombinationsschema begonnen werden. Dieses besteht aus de Induktion des Kollagenes vom Typ I durch Parathormon oder Fluoride. Das so synthetisierte Osteoid sollte durch Kalzium, Vitamin D oder dessen Metabolite mineralisiert werden. Zusätzlich sollte der Knochenabbau in der Perimenopause durch Östrogene und Gestagene, bei einer Patientin mit einem rezeptorpositiven Mammakarzinom durch Antiöstrogene und nach dem Klimakterium durch Raloxifen oder Bisphosphonate gebremst werden. Im höheren Alter liegt häufig keine reine Osteoporose, sondern eine durch mangelnde Vitamin D – Versorgung bedingte Osteoporomalazie mit untermineralisiertem Osteoid vor. In einer solchen Situation genügt häufig die Gabe von Vitamin D und Kalzium, um eine ausreichende Mineralisation zu erreichen. Gleichzeitig muss eine muskelaufbauende, physikalische Therapie erfolgen, da sich der Knochen an die jeweils vorhandene Muskelmasse adaptiert.