Diagnose der Osteoporose – Röntgen

Der letzte Schritt der Diagnose besteht in einer Röntgenaufnahme der BWS und LWS in zwei Ebenen. Hier sollte nicht nur auf die Anzahl der Wirbelkörperfrakturen geachtet werden, sondern es sollten vor allem die Bogenwurzelovale, insbesondere bei dem älteren Patienten überprüft werden, da eine Osteoporose immer mit erhaltenen Bogenwurzelovalen einhergeht. Falls sich ein Bogenwurzeloval nicht darstellt, muss differentialdiagnostisch an ein Plasmocytom oder eine andere maligne Erkrankung gedacht werden.

Zusammengefasst ergibt sich nach den neuen Leitlinien eine absolute Indikation für die Therapie, wenn mehr als eine osteoporotische Wirbelkörperfraktur unabbhänig von einem T-Score vorliegt, und wenn das Hüftfrakturäquivalent-10 Jahres-Frakturrisiko >40% beträgt. Eine relative Indikation besteht bei einem Hüftfrakturäquivalent-10 Jahres-Frakturrisiko zwischen 20% und 40%.

Das therapeutische Umsetzen der in den Leitlinien festgelegten Empfehlungen in der Praxis dürfte auf erhebliche Probleme stoßen.