Verödung (Sklerosierung) von Krampfadern

Bei dieser Behandlung wird ein Medikament durch Punktion der erkrankten Vene eingebracht und führt zu einer Schädigung der Gefäßinnenwand mit Blutgerinselbildung. Durch einen Druck von außen mittels eine Verbandes oder Kompressionstrumpfes verklebt die geschädigte Venenwand.

Das Veröden von Krampfadern kann angezeigt sein bei:

  • Ablehnung und Gegenanzeigen zu einer operativen Behandlung bei Krampfaderbildung der Stammvenen
  • Krampfaderbildung von Seitenästen
  • Rest- oder Rezidivkrampfadern nach einer Operation
  • Reticulärvarizen
  • Besenreiservarizen

Absolute Gegenanzeigen (Kontraindikation):

  • Schwangerschaft im ersten Drittel
  • fortgeschrittene Arterienerkrankung
  • örtliche Entzündung
  • schwere Systemerkrankung
  • bekannte Allergie

Relative Gegenanzeigen (Kontraindikation):

  • Beinschwellung
  • leichte Arterienerkrankung
  • schlechter Allgemeinzustand
  • Blutgerinnungsstörungen

An Komplikationen können in seltenen Fällen auftreten:

  • Venenentzündung (bei Auftreten einer oberflächlichen Venenentzündung mit Blutgerinselbildung kann das Blut durch mehrere kleine Nadelpunktionen entleert werden)
  • allergische Reaktion
  • Hautnekrosen
  • langanhaltende Hautverfärbungen (Pigmentierungen)
  • extrem selten tiefe Beinvenenthrombose

Spezielle Methoden zur Verödung von Krampfadern

Verödung durch Ultraschall
von Stammvenen oder Verbindungsvenen (Perforansvenen).

Verödung mit aufgeschäumtem Verödungsmittel
Mit dieser Methode können große und mittelkalibrige Krampfadern wirksamer bei geringer Konzentration verödet werden. Vorteile der Verödung mit aufgeschäumtem Verödungsmittel sind:
– geringe Mengen an Verödungsmittel
– größere Effektivität der Verödung durch erhöhten Kontakt des aufgeschäumten Verödungsmittels mit der Venenwand

Mikrosklerosierung
Unter Zuhilfenahme einer Vergrößerung (Lupe) können Retikulär- und Besenreiser-Varizen mit Erfolg von 80-90% verödet werden.