Bipolare Radiofrequenz-induzierte Thermotherapie (RFITT)

Bei diesem endovenösem Verfahren mit Radiowelle wird die thermische Energie an die Venenwand durch eine bipolare Anordnung der Elektroden abgegeben. Die thermische Energie entsteht im Gegensatz zu dem VNUS-Closure Verfahren direkt in der Venenwand. Der innerste Anteil der Venenwand erhitzt sich auf 75-85° C. Mit folgender Zerstörung der Veneninnenwand (Intima) und partiell der Venenmuskelschicht.

Für dieses endovenöse Verfahren ist wiederum ein genaue prä- als auch intraoperative Kontrolle der zu operierenden Sammelvene erforderlich. Die zu operierende Vene wird wiederum am untersten Insuffizienzpunkt im Unterschenkel oder Sprunggelenksbereich punktiert und über eine Schleuse wird der Katheter bis zur Leiste vorgeschoben und dann unter kontinuierlicher Energieabgabe zurückgezogen. Diese endovenöse Operationsverfahren kann wiederum mit einer Miniphlebektomie oder Schaumsklerosierung (sandwich-Technik) der Seitenäste kombiniert werden.

Bildquelle: Dr. med. Stefan Schulte, Gefäßzentrum Köln am Neumarkt

Postoperativ wird eine Thromboseprophylaxe für 6 Tage mit niedermolekularem Heparin und das Tragen eine Kompressionsstrumpfes der Kl. 2 für 2 Wochen empfohlen.

Die Vorteile entsprechen denen des VNUS-Closure Verfahrens.
Zusätzliche Vorteile können sein:
– Auch Behandlung von großkalibrigen Venen
– Geringere postoperative Gefühlsstörungen
– Geringere thermische Schädigungen der Haut
– Geringere Ausbildung von Hautverfärbungen (Ekchymosen)

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