Vena Seal-Verfahren

Eine  Erweiterung des Therapiespektrums für eine minimal invasive endovenöse Therapie des Krampfaderleidens ist mit dem neuen vena seal-Verfahren möglich.

Mit diesem sehr nebenwirkungsarmen und effektiven Therapieverfahren wird der venöse Blutfluss in der erkrankten Venen durch verkleben unterbunden.

Venenkleber

Der Venenkleber basiert auf einer modifizierten Histoacrylbasis.  Der eingebrachte Venenkleber ist gewebeverträglich, nicht krebserregend, bakterizid und biologisch abbaubar.

Die Wirkung des Venenklebers tritt sofort nach 5-10 Sekunden ein. Nach 9-18 Monaten ist die mit Histoacrylkleber verschlossene Vene nicht mehr nachweisbar.

Technik des vena seal-Verfahrens

Die Behandlung findet unter ambulanten Bedingungen statt. Eine Narkose oder eine größere örtliche Betäubung (Tumescensanästhesie) entlang der zu operierenden Vene ist nicht erforderlich.

Unter Ultraschallkontrolle wird der Verlauf der Krampfader, ihre Einmündungen in das tiefe Venensystem und die Zugangsstelle am unteren Ende der Krampfader bestimmt.  Die untere Zugangsstelle wird örtlich betäubt und ein dünnes Kathedersystem in die Vene eingebracht. Unter kontrolliertem Rückzug und Kompression wird der Venenkleber in die Vene punktförmig abgegeben.  Generell werden nur 1,2 – 1,8 ml des Histoacrylklebers benötigt.

Postoperative Behandlung

Eine anschließende Kompressionsbehandlung ist meist nicht oder nur kurzfristig nötig.

Perioperative und postoperative Komplikationen

Insgesamt ist der Level von Komplikationen als gering einzuschätzen.

Lokal können sich im Bereich der Einstichstelle ein kleiner Bluterguss und im Verlauf der Venen kurzzeitig eine unspezifische Entzündungsreaktion entwickeln.

Indikation für das vena seal-Verfahren

Krampfaderbildung der vena saphena magna und parva bis zu einem Venendurchmesser von 1,2cm.

Ergebnisse

Die Verschlusseffektivität liegt bei 94-98% und ist somit den anderen endovenösen Verfahren (Laser und Radiowelle) vergleichbar.

Vorteile dea vena seal-Verfahrens

Durchführbar bei

  • arterillen Durchblutungsstörungen
  • ulcus cruris
  • systemischen Infektionskrankheiten ( Hepatitis, HIV)
  • Venendurchmesser bis 1,2cm
  • Keine Narkose oder größer lokale Betäubung (Tumescensanästhesie) notwendig
  • Vermeidung von thermisch bedingten Nebenwirkungen wie Nervenschädigung oder Verbrennung
  • Behandlung auch von Unterschenkelvenen möglich
  • Keine postoperative Kompressionsbehandlung erforderlich
  • Schmerzarm
  • Schnelle Rückkehr der Patienten zu normalen Aktivitäten.