Facharzt für Neurochirurgie Prof. Dr. med. Robert Schönmayr Beratung Zweitmeinung
Allgemeine Neurochirurgie Konservative Behandlungskonzepte auf den Gebieten: Wirbelsäulenchirurgie Hirntumorchirurgie

Neurochirurgie

Prof. Schönmayr, geb. in Linz an der Donau, ist Neurochirurg und war von 1992 – 2012 Direktor der Klinik für Neurochirurgie an den Dr.-Horst-Schmidt Kliniken der Landeshauptstadt Wiesbaden. Mit 65 Jahren hat er seine Tätigkeit als Klinikchef beendet, er steht aber weiterhin Patienten mit seiner Erfahrung und seinem operativen Können zur Verfügung. Große Eingriffe am Gehirn wird er nicht mehr ausführen, Operationen an der Wirbelsäule, an peripheren Nerven und am Schädeldach wird er weiterhin vornehmen. Seine Tätigkeit als Hochschullehrer setzt er ebenso fort wie sein Wirken als Leiter internationaler Operationskurse und Mitglied wissenschaftlicher Gremien.

Er bietet Ihnen gerne fachkundigen Rat in allen neurochirurgischen Fragen an, etwa als zweite Meinung bei schwierigen Entscheidungen für oder gegen eine Operation. Er kennt die internationale neurochirurgische Szene und verfügt über Informationen zu den Spezialitäten und Erfahrungen der verschiedenen Kliniken und Zentren.

Er berät Sie gerne persönlich, es besteht aber auch die Möglichkeit, ihm vorab Arztberichte und Bildmaterial zur Beurteilung zu senden, ob eine Vorstellung in der Sprechstunde notwendig ist. Um einen verantwortungsvollen Rat geben zu können oder eine therapeutische Entscheidung zu fällen, ist freilich die genaue Kenntnis der Krankheitsvorgeschichte, des eigenhändig erhobenen Untersuchungsbefundes und der Befunde der Zusatzuntersuchungen erforderlich.

Prof. Dr. med. Robert Schönmayr, Arzt für Neurochirurgie

Schwerpunkte in Wiesbaden

Am Anfang meiner Tätigkeit an der neugegründeten Neurochirurgischen Klinik stand die Aufgabe,  das volle Spektrum der neurochirurgischen Versorgung der Bevölkerung in Wiesbaden, dem Rheingau-Taunus Kreis und der Umgebung sicher zu stellen. Dies gelang in vollem Umfang bereits im ersten Jahr, nicht zuletzt weil die Stadt Wiesbaden als Krankenhausträger die erforderlichen personellen und medizintechnischen Mittel zur Verfügung stellte. Auf diese Weise verfügte die Klinik bei ihrem Start über modernste Medizintechnik auf internationalem Niveau.

Meine Ausbildung bei Hans-Werner Pia in Gießen hat es mit sich gebracht, dass ich neben einer breiten, die gesamte Breite des Faches Neurochirurgie umfassenden Ausbildung, über besonders ausgeprägte Erfahrungen auf dem Gebiet der neurochirurgischen Gefäßoperationen (z.B. Aneurysmen, Angiome, Hirnblutungen) verfügte. Die Jahre bei meinem zweiten Lehrer und Mentor, Madjid Samii in Hannover hatten mir zusätzlich erhebliche Erfahrung in der Schädelbasischirurgie eingebracht. Besonders günstig erwies sich aber, dass ich seit meiner Zeit als Assistenzarzt aus Interesse für die Wirbelsäulenchirurgie oft und gerne mit Orthopäden und Unfallchirurgen operiert und dabei erhebliche Erfahrung erworben habe.

In Wiesbaden gab es 1992 keine Abteilung oder Klinik, die sich speziell mit Wirbelsäulenchirurgie befasst hätte. Und das in der Bäderstadt, in der eine außergewöhnlich hohe Zahl von Patienten mit Wirbelsäulenerkrankungen Heilung suchten! Hinzu kommt, dass mit Beginn der 90er Jahre die Wirbelsäulenchirurgie einen ungeheuren Entwicklungsschub mit innovativen Techniken und Implantaten erlebte, der bis heute anhält.

So lag es nahe, sofort im Zusammenwirken mit der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie ein Operationsteam für Wirbelsäulenchirurgie ins Leben zu rufen. Zunächst, um alle operativen Techniken auch für komplexe Unfallverletzungen und Wirbelsäulenrekonstruktionen bei Tumorerkrankungen bereit zu stellen. Dann aber auch, um unseren Patienten neben den internationalen Standards innovative Techniken anbieten zu können.

Dazu zählen vor allem wenig invasive Techniken bei Alterserkrankungen der Wirbelsäule, die auch für über 80-jährige Patienten und solche mit mehrfachen internistischen Erkrankungen geeignet waren. Aber auch die Versorgung mit neuartigen Implantaten wie Bandscheibenprothesen oder dynamischen Stabilisierungen, die auch heute weiter an Bedeutung gewinnen.

In den Jahren 2009 und 2010 haben an der Neurochirurgie der HSK die ersten Patienten in Europa einen neuartigen Wirbelgelenksersatz erhalten, der in der mittlerweile 10-jährigen Nachbeobachtung hervorragende Ergebnisse gezeitigt hat.

Für den Zugang zu neuen Technologien und ihre Bewertung war es unerlässlich, an den wichtigsten internationalen Kongressen und Workshops teil zu nehmen und den intensiven Austausch mit Fachkollegen zu pflegen. Da in Wiesbaden sehr bald Erfahrungen zu neuen Verfahren vorlagen und entsprechend ausgewertet und kommuniziert wurden, entstand Interesse, hier bei Operationen zu hospitieren und Techniken zu erlernen. Schon 1995 wurde der erste internationale Workshop an den HSK abgehalten, dem noch viele folgen sollten.

Entsprechend erfolgten zunehmend Einladungen, diese Operationstechniken und die mit ihnen erzielten Ergebnisse auch außerhalb Wiesbadens zu präsentieren. So wurden im Rahmen von wissenschaftlichen Veranstaltungen Operationen in Österreich, Italien, Spanien, Frankreich, England, Saudi-Arabien, Bahrain, Brasilien, Südafrika, Korea, Australien von mir durchgeführt.

Die Wirbelsäulenchirurgie – obwohl wichtiger Schwerpunkt der Kllinik – machte nur ca. 50% der Operationen aus. So hatte sich die Klinik schon als eine der ersten in Deutschland mit bildgestütztem computerassistiertem Operieren im Schädelinneren befasst. Stichwort: Neuronavigation.

Die ersten voll funktionstüchtigen Systeme, die Ende 1993 zur Verfügung standen, waren teuer, und die Investitionsmittel der HSK chronisch knapp. Um dennoch eines an die HSK zu bekommen, wurde dem Hersteller angeboten, bei der Weiterentwicklung des Systems mit zu wirken und andere Ärzte in das System einzuweisen, d.h. als internationales Refernzzentrum zur Verfügung zu stehen. Außerdem wurde 1993 die Wiesbadener Neurochirurgische Gemeinschaft (WING) gegründet, die Spenden sammelte, Benefizveranstaltungen abhielt und schließlich einen wesentlichen finanziellen Beitrag zum Erwerb des ersten Neuronavigationssystems 1995 leistete.

Um den Patienten ein Optimum an Sicherheit, Kenntnissen und Operationstechnik bieten zu können, hat die Neurochirurgie von Anfang an eng interdisziplinär mit den anderen Kliniken der HSK zusammen gearbeitet. So wurden komplexe Wirbelsäulenoperationen zusammen mit der Klinik für Unfall-, Hand- und Orthopädische Chirurgie versorgt, Bandscheibenprothesen der Lendenwirbelsäule mit der Klinik für Gefäßchirurgie. Eine umfangreiche Serie von Patienten mit Tumoren, die die Brustwand und die Wirbelsäule erfasst hatten, wurde zusammen mit der Klinik für Thoraxchirurgie erfolgreich operiert. Patienten mit Tumoren der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) oder der Schädelbasis wurden gemeinsam mit den Kollegen der Klinik für Hals-Nasen-Ohren Heilkunde, Kopf und Halschirurgie operativ behandelt.

Eine besonders enge Kooperation bestand mit der Klinik für Neurologie und der Abteilung für interventionelle Neuroradiologie, mit denen das gemeinsame Vorgehen bei Hirngefäßerkrankungen, Hirnblutungen und Hirninfarkten geplant und umgesetzt wurde.

Eine Besonderheit war auch die enge Verzahnung der neurochirurgischen Klinik mit der Klinik für Kinder und Jugendliche, die eine optimale Versorgung sicherstellte.

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